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| Verdauung im Überblick |
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| Um die Verdauung zu verstehen, müssen wir verstehen, welchem Zweck dieses System dient, das für unseren Körper eine riesige Menge Energie verbraucht. Doch andererseits kommt auch diese Energie aus der Nahrung, die nicht nur unseren Verdauungstrakt, sondern eben auch den Rest von uns am Leben erhält. |
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| Doch existieren viele Unsicherheiten über unsere Verdauung, und wie sie genau abläuft, weshalb hier ein sehr kurzer Überblick geboten werden soll – die während der Verdauung ablaufenden Mechanismen sind sehr komplex, weshalb hier tatsächlich nur ein grober Abriss gegeben werden kann: |
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| Doch zuerst soll an dieser Stelle mit einem verbreiteten Irrglauben aufgeräumt werden: Die Verdauung findet keineswegs im Magen statt – der Magen ist lediglich eine Zwischenstation auf dem langen Weg durch den Körper, an dem praktisch überall die Verdauung stattfindet! |
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| Denn: Verdauung beginnt im Mund, und das keineswegs nur über die mechanische Zerkleinerung der Nahrung durch die Zähne- auch unser Speichel erfüllt dabei eine wichtige Funktion. Denn in ihm sind Stoffe, so genannte Proteine enthalten, welche schon im Mund beginnen, die Nahrung in ihre Bestandteile aufzuspalten – der Grund, warum zum Beispiel Brot irgendwann süß schmeckt, wenn man lange genug gekaut hat. Doch nicht nur das: bestimmte Zuckerarten, wie zum Beispiel der Trauben- oder Fruchtzucker können schon im Mund direkt in das Blut gelangen, und so unseren Körper unmittelbar mit Energie versorgen. |
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| Nach dem Schlucken gelangt der Speisebrei in die Speiseröhre – und das ist die einzige Station, in der nicht aktiv an der Verdauung weitergearbeitet wird. Hier wird die Nahrung lediglich an Herz und Lunge vorbei in den Magen geleitet, wo sich die aufgenommene Nahrung nicht nur sammelt, sondern auch durch den Magensaft, einer sehr sauren Flüssigkeit, die auch Salzsäure enthält, desinfiziert, so dass die meisten Krankheitserreger, die wir über die Nahrung zu uns nehmen, spätestens hier neutralisiert werden. Gleichzeitig befinden sich hier weitere Proteine, welche auch die anderen Nährstoffe in ihre Bestandteile zerlegen, und diese so für die Aufnahme in den Körper vorbereiten – was jedoch erst später passiert. |
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| Weiter geht es im Dünn- und Zwölffingerdarm, wo zuerst nicht nur dem sauren Magensaft sein „Biss“ genommen wird, sondern auch den widerstandsfähigsten Nährstoffen, den Fetten zu Leibe gerückt wird. Deren Zerlegung dauert eine ganze Weile, weshalb der Dünndarm auch recht lang ist – und übrigens auch weitgehend steril. Die Darmbakterien, von denen oft im Zusammenhang mit Blähungen gesprochen wird, tauchen erst im letzten Teil des Darms, dem Dickdarm auf. Hier im Dünndarm werden erst die Nährstoffe resorbiert. Die Wand des Dünndarmes ist besonders dünn aufgebaut, so dass die Nährstoffe direkt ins Blut übergehen können, oder, wie bei den Fetten, ins Lymphsystem gelangen, um dann weiter in den Körper transportiert zu werden. |
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| Im Dickdarm schließlich, dem letzten Teil des Darmes, leben wieder Bakterien, welche auch die letzten in der Nahrung enthaltenen Stoffe verstoffwechseln, und unserem Körper so zum Teil wichtige weitere Stoffe zur Verfügung stellen, die wir selbst nicht ausreichend aufbereiten können. Außerdem wird hier die Flüssigkeit aus dem Nahrungsbrei resorbiert – und schlussendlich der verstoffwechselte Nahrungbrei gespeichert, bis sie ausgeschieden werden. |
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| Bei diesen ganzen Prozessen ist unser Körper nach wie vor ausgelegt, möglichst effizient zu arbeiten, da Nahrung in den letzten tausend Jahren grundsätzlich Mangelware war, und deshalb möglichst intensiv genutzt werden musste. |
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