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| Wie Diäten wirken |
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| Um den Jojo-Effekt zu verstehen, muss man verstehen, wie eine Diät funktioniert – und auch, wie unser Körper darauf reagiert. Denn was vielen von uns nicht bewusst ist: Unser Körper ist nicht einfach ein nur eine Maschine – in dem komplizierten System, dass uns am Leben erhält, sind ständig unzählige Mechanismen am Werk, die die Vorgänge in uns beeinflussen – mit dem Ziel, unsere Chance zu überleben zu erhöhen. Doch wie können Stoffwechselvorgänge in unserem Körper unsere Überlebenschance beeinflussen? |
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| In der heutigen Welt funktionieren diese Prozesse nur noch bedingt, zugegeben. Und doch: wären diese Mechanismen nicht ständig am Werk, wären wir alle schon längst tot. Ein Beispiel: Würde unser Körper nicht ständig kontrollieren, welche Teile unseres Körpers gerade Bedarf an Blut haben, und welche eher wenig brauchen. Funktionierte dieser Mechanismus nicht so zuverlässig, wären wir alle schon längst tot. Denn in unseren Adern zirkuliert nur etwa ein Fünftel der Menge Blut, die nötig wäre, würde unser Blut nicht gezielt dorthin geleitet werden, wo es benötigt wird. |
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| Problematisch an diesem Wundersamen System ist jedoch, dass es einfach noch nicht an die heutige Zeit angepasst ist – unser Körper ist immer noch auf den ständigen Überlebenskampf während der Steinzeit eingestellt. Im Bezug auf die Nahrung bedeutet das: Gibt es mehr Nahrung, als ganz aktuell verbraucht wird, speichert unser Körper die überschüssigen Nährstoffe in Form von Fett – um sie später, während einer Hungersnot (zum Beispiel jeden Winter) noch verwenden zu können, und eben nicht zu verhungern. Das bedeutet gleichzeitig, dass in Zeiten, in denen das Nahrungsangebot knapp ist, der Körper in 'Sparmodus' schaltet, und eine ganze Reihe von Möglichkeiten nutzt, seinen Energieverbrauch zu drosseln – diesen Effekt kann man sehr deutlich beobachten, wenn man seine Gewichtsabnahme bei gleicher Kalorienmenge (während einer Diät) kontrolliert: Nach den ersten Kilos die sofort purzeln stagniert die Gewichtsabnahme immer weiter, der Körper ist jetzt auf „Hungersnot“ eingestellt. |
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| Ist die Hungersnot, respektive die Diät dann vorbei, weiß der Körper ungefähr, was ihn erwartet, und stellt sich darauf ein – indem er aus dem reichen Überangebot schöpft, und nicht nur das alte Polster wieder aufbaut, sondern noch etwas mehr obendrauf – schließlich will er gut gerüstet sein, für die nächste Hungersnot. |
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| Und genau diese Prozesse sind die Crux, mit der viele Menschen zu kämpfen haben, wenn sie abnehmen wollen und Diäten: Denn gerade die radikalen Diäten, die eine starke Gewichtsreduktion in kürzester Zeit versprechen sorgen auch für den stärksten Jojo-Effekt, wenn man nicht gerade in der Zeit nach der Diät besonders genau auf seine Ernährung achtet. |
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| Ein besserer und auch gesünderer Weg sind die auf einen längeren Zeitraum angelegten Diäten, in denen versucht wird, dem Körper zwar weniger Nährstoffe zuzuführen, als dieser braucht (schließlich will man ja abnehmen), dabei aber nach Möglichkeit so knapp unter der benötigten Nährstoffmenge zu bleiben, dass der Körper noch nicht in den „Hungersnot-Modus“ schaltet, und so den Jojo-Effekt einfach auszuhebeln. Der Nachteil an dieser Methode ist aber natürlich, dass der Prozess des Abnehmens sehr lange dauert, und keine allzu schnellen Ergebnisse zu erwarten sind. |
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| Kombiniert man seine Diät jedoch mit Sport, kann man den Effekt der Diät noch zusätzlich verbessern, und nebenbei seinem Körper einen wertvollen Dienst erweisen, denn Sport ist gesund, und dient der Prävention vieler Krankheiten! Neue Studien belegen, dass sowohl Sport, als auch Diäten gleich effektiv sind, wenn es darum geht, abzunehmen. Wer also Sport und Diät kombiniert, kann sogar das doppelte des Ergebnisses herausholen, dass er mit einer der beiden Methoden erzielt hätte – oder aber das gleiche Ergebnis, ohne zu viel Sport treiben, oder sich in Sachen Ernährung zu sehr anstrengen zu müssen. |
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